Weitverbreitete Klischees

 

Eine der schlimmsten Verunglimpfung ist das Wort Squaw


Minnesota, Oregon, Montana, Arizona - Hunderte Orte tragen im Namen das Wort "Squaw" (z.B. Squaw Valley, olympische Winterspiele 1960). Diese Beinamen werden jetzt umgetauft. Grund: Wie so oft hat das weiße Klischee ein Wort verbreitet, das in seiner Benutzung weit weg von der Wirklichkeit ist. Eine der schlimmsten Verunglimpfung ist das Wort Squaw, mit dem die Literatur und die Westernfilme ein Wort geschaffen haben, das Seinesgleichen sucht. Squaw ist nicht die Bezeichnung für eine Indianerin - ein Pseudonym für alle indianischen Nationen gibt es nicht -sondern ein Wort der Mohawks aus der Algonkin-Sprache aus dem Nordosten Amerikas. Forscher Vernon Foster, Universität Berkeley, erläutert: Mohawks nannten weibliche Genitalien "Otsiskwaw". Weiße Siedler konnten das nicht aussprechen und kürzten es auf "Squaw". Das Wort bezeichnet somit das weibliche Geschlechtsteil und steht für die Bezeichnung einer Hure. 

Ganz sicher nicht ein Titel, mit dem sich eine Frau schmücken möchte.

Bitte zeigen sie Respekt und Verantwortung und benutzen diese Bezeichnung nicht mehr!
Vielen Dank.

Und was heißt dann Frau auf indianisch?

Die Sprache Indianisch gibt es nicht! In der jeweiligen Stammessprache der Native
American gibt es Worte für "Frau". In vielen Sprachen werden Unterschiede gemacht
zwischen jungen Frauen und Frauen in den Wechseljahren gemacht.
Wie hoch die Frau im Ansehen und der Wichtigkeit im Kreis des Lebens war, kann man an den unten aufgeführten Beispielen aus der Sprache der Lakota (Sioux) sehen. Ein weiteres Beispiel aus dem Seengebiet und natürlich der Comanchen aus den südlichen Plains ergänzen das ganze:
Lakota
Winjan = Frau (Wi=Sonne, Injan=Stein (Symbol für Lebenskreislauf)
Seneca
Yeah jelo (nasl) = Frau
Comanche
Haßi = gebährfreudige Frau
Pustee = Frau nach den Wechseljahren



In vielen Filmen werden die Indianer mit einem armseligen Wortschatz dargestellt: "Hugh - ich habe gesprochen" oder "Weißer Mann spricht mit gespaltener Zunge!" sind Beispiele für diesen Unsinn.Indianer sind wahre Wortkünstler. Die indianische Sprache ist viel genauer und vielfältiger als unsere und hat für jede Situation eine eigene Bezeichnung.

Die Indianer wurden von den weißen Siedlern "Rothaut" genannt.Dabei hatten die Indianer gar keine rote Haut. Sie waren nur deswegen rot, weil sie sich auf Kriegszügen oder bei religiösen Anlässen mit roter Farbe (Zinnoberfarbe) anmalten.



 

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